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Tagebuch meines Sommers | Sonntag am Strand

31. Mai 2020

31. Mai 2020 Tagebuch meines Sommer | Sonntag am Strand

Die Corona Krise vollbringt es. Ich schreibe wieder mehr und verspüre echt einen Drang dazu.

Schon verrückt, dass es eine Krise braucht, damit ich wieder in die Tasten haue.

Doch, ich will mich nicht beschweren, ich nutze diesen Drang und lasse die Worte und Buchstaben fliegen und schreibe ab heute das Tagebuch meines Sommers. 

Denn diesen Sommer möchte ich – so sehr wie schon lange nicht mehr – ausgiebig genießen, möchte viele wilde Abenteuer erleben und neue Orte entdecken.

Ich möchte stundenlang am Wasser sein und ewig auf den Wiesen liegen, möchte mit Freunden am Meer frühstücken und bis zum Abendbrot dort verweilen.

Ich möchte einfach wieder ganz bei mir sein und die Welt und das Leben genießen. 

Tagebuch eines Sommers | Sonntag am Meer

Gehetzt und schnelllebig kommen wir auch nicht besser ans Ziel. 

Fast so wie früher, als Kind und 6 Wochen Ferien.

Nur heute eben ohne wirklichen Ferien, denn Arbeit hab ich mehr als genug (worüber ich sehr dankbar bin).

Trotzdem, wenn diese ganze Krise mich eines, schon jetzt, gelehrt hat, dann ist es die Tatsache, dass wir gehetzt und schnelllebig auch nicht besser ans Ziel kommen. 

Einer von vielen Gründen den Sommer also diesmal wirklich zu genießen, sich Zeit zu nehmen und zu schaffen und ganz bewusst die (noch) weißen Hacksen lieber gen Sonne, denn gen Schreibtisch zu halten. 

Und so hätte ich heute – bei traumhaftem Wetter an einem Sonntag – massiv viel arbeiten können, beschloss aber, dass es auch ok wäre, wenn ich die Arbeit aufteilen und morgens und am Abend etwas tue und dazwischen den Tag, meine Liebsten und das Meer genießen würde. 

Vor allem aber wollte ich einen neuen Ort finden und so suchte ich noch fix die Hundestrände an der mecklenburgischen Küste ab und entschloss, nicht wie sonst, Richtung Gross Schwansee zu fahren, sondern nach Barendorf (bei Dassow).

Ich packte meinen Rucksack, den Proviant und alles, was Teddy so benötigt und rannte fröhlich aus dem Haus.

Sonntag am Strand

Endlich am Strand angekommen, waren Teddy und ich so hippelig und aufgeregt, dass der Mann spontan beschloss, dass wir doch mit Teddy jetzt mal ganz wunderbar Laaaangsamkeit und Leinenführigkeit trainieren könnten. Ich sah Teddy an, Teddy sah mich an und innerlich stöhnten wir beide.

Wir wollten ans Wasser ey!!! 

Als der Mann uns aus dem Training entließ, schossen Teddy und ich durchs Wasser und über den Strand, er tobte mit anderen Hunden, ich warf mit Sand um mich und wir verweilten – sehr vorzüglich – an einem äußerst menschenarmen Hundestrand.

By the way: Mit Blick auf den gut gefüllten und doch nicht sehr zeitgemäß überlaufenen „Menschenstrand“. Die Vorteile vom Leben mit Hund sag ich da nur. ;-) 

Tagebuch eines Sommers | Sonntag am Strand

Die Füße im Sand, die Seele tanzt auf dem Meer

An diesem Nachmittag steckten meine Füße die meiste Zeit im warmen Sand und meine Seele tanzte gemütlich übers Meer, während ich in die Ferne schaute. Wenn man mich morgen nach meinen Gefühlen dieses Tages fragen würde, dann würde ich wohl genau diese Worte immer wieder finden. 

Es war einfach die beste Idee diesen Ausflug zu machen und während ich mir eine frische und leicht sandige Erdbeere in den Mund steckte, versprach ich mir, wieder öfter Zeit am Meer zu verbringen. Das kam all die Jahre zu kurz. 

Und ich dachte zeitgleich und mal wieder darüber nach, dass wir uns endlich einen Camper anschaffen müssten. 

Denn der Drang draussen zu sein, der Drang unsere Umgebung und die Küste zu entdecken, der ist in diesem Jahr so groß wie noch nie.

Und irgendwie wird er auch einfach nicht kleiner. 

Ich will die wilde Natur, ich will von der Sonne wachgekitzelt werden und auf das Meer blicken und haaaach, ich will ganz viel Leben!!!

„Hey, wann kaufen wir endlich den Camper?“

Mein Blick wandert zum Mann, freundlicher Stups in die Seite: „Hey, wann kaufen wir endlich den Camper?“

Lächelnd und philosophierend, wie er nun mal so ist, nimmt er meine Hand und wir laufen plaudernd den Weg zurück zum Parkplatz. 

„Weißt du, da müssen wir echt viel beachten und wusstest du das …. ? Und das kann sooo teuer werden!!!! Aber ja, wir sollten schauen.“ 

Ich liebe ihn dafür, auch wenn der Boden der Tatsachen manchmal so hart ist. Er überdenkt, ich träume. Er plant, ich leg einfach los. 

Wir ergänzen uns da schon sehr und machen das, was wir anpacken, meist sehr rund dadurch. 

Neben mir flucht der Mann immer noch ein wenig über den ollen Sand, den er überall hat. Ich lass ihn weiterhin meine Füße kitzeln und bin selig, wie schon lange nicht mehr.

So kann der Sommer weitergehen. 

Tagebuch eines Sommers | Sonntag am Strand

Wenn euch dieser Beitrag gefallen hat, hinterlasst mir doch gern ein Kommentar und falls ihr noch mehr Inspirationen zum Thema „SOMMER“ sucht, dann klickt *hier*

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6 Comments

  1. Reply Tati 31. Mai 2020 at 22:26

    Wie wunderbar! Ich freue mich auf viele schöne Tagebucheinträge und Momente, die du mit uns teilst. Die Sache mit dem Camper kann ich übrigens seeehr empfehlen 😍

    • Reply Franzi 1. Juni 2020 at 10:10

      Danke liebste Tati! <3

  2. Reply Steffi 31. Mai 2020 at 23:38

    Das hört sich nach einem richtig schönen, entschleunigendem Tag an liebe Franzi. Sehr schön geschriebener Text. Manchmal braucht man diese Tage so dringend und sollte sich viel öfter daran erinnern, wie gut einem sowas tut. Ich lasse dir ganz liebe Grüße da :-)

    • Reply Franzi 1. Juni 2020 at 10:10

      Danke dir liebe Steffi! Viele liebe Grüße zurück!

  3. Reply Corinna 1. Juni 2020 at 09:36

    Wunderschön geschrieben und spricht mich in so vielen Punkten an. Ich bin auch mehr so glücklich am Meer, wohne aber leider soweit weg davon. Die Sehnsucht ist groß
    Liebe Grüße und ich freue mich auf die nächsten Tagebucheinträge

    • Reply Franzi 1. Juni 2020 at 10:10

      Ich danke dir von Herzen! :-)

1 Trackback/Pingback

  1. Reply Tagebuch meines Sommers - Pommeshunger | Franzi Schädel 10. Juni 2020 at 12:09

    […] eine liebe Freundin und ich unbedingt wieder zum dem Strand fahren müssten, an dem wir schon vor Kurzem waren. Der Strand, der mich zu diesem Tagebuch meines Sommers […]

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