Das nachhaltige 2019 Nachhaltigkeit

Aktiv gegen den Klimawandel – Was wir wirklich tun müssen!

22. Juli 2019

Hallo liebe Welt!

Ich bin mir sicher, dass dieser Beitrag nicht bei jeder / jedem von euch genau diesen einen Nerv treffen wird, den ich treffen möchte.

Bei einigen wird mein Beitrag sicher den „Ach die spinnt wohl“ Nerv treffen oder sogar den „Jetzt fängt sie an zu missionieren“ Nerv.

Mein Plan sieht jedoch vor den: „Oh shit, die Hütte brennt, wir müssen wirklich was tun!“ Nerv zu treffen! Denn dieser Nerv ist der, der uns Motivation für die Umsetzung all unserer Ziele mit gibt oder auch der Nerv, der uns zwischendurch einfach mal kräftig in den Arsch tritt.

Und ja, ich nehme es euch vorweg, es gibt Dinge, bei denen können wir persönlich einfach nix bewirken. Da ist die Politik gefragt und Menschen mit wirklicher Macht. Aber mal ehrlich Freunde, sollen und dürfen wir uns darauf wirklich ausruhen?!

Die Antwort ist schlicht: „NEIN!“

Denn wie ich oben schon schrieb und wie es auch Greta Thunberg schon so wunderbar sagte: „Das Haus steht in Flammen!“

Gerade las ich davon, dass in Brandenburg – schon jetzt im Juli – Wasserknappheit herrscht. Die Dürre des letzten Jahres hält immer noch an und die Wälder Brandenburgs und Mecklenburgs haben zusätzlich  schon mehr als einmal gebrannt. Und als würde das nicht reichen, brennt es auch in der Arktis. Das kann zwar grundsätzlich vorkommen, ist jedoch – laut eines Interviews in der ZEIT – in diesem Jahr so verstärkt, wie noch nie, der Fall.

Diese Meldungen motivierte mich diesen Beitrag hier endlich fertig zu stellen, sie rissen mich aus meiner Müdigkeit heraus und verschafften mir diese eine besondere Portion Wut, Stress und Angst im Bauch.

Diese wichtige Portion, die es brauchte, um euch ein bisschen darüber aufzuklären, was wir ALLE tun müssen (!) um der Schnelles des Klimawandels ein wenig Einhalt zu gebieten.

Und wo ich sonst eine Frau bin die sagt: „Jeder Schritt zählt!“ muss ich euch heute leider sagen, dass wir nicht mehr in dieser luxuriösen Kuschelposition sind!

Wir haben keine Zeit!

Aktiv gegen den Klimawandel

Wir haben sogar noch weniger Zeit, als die Wissenschaft lange annahm. Nach einem Bericht auf heise.de* und neuen Erkenntnissen, bleiben uns nicht mehr rund 11 Jahre um das Ruder herum zu reißen. Nein, es sind vielmehr nur noch 5 Jahre, eher weniger.

Und nun MÜSSEN wir unsere Arschbacken zusammenkneifen und endlich etwas bewegen. JEDE*R von uns! Nicht nur eine kleine Gruppe. Wir alle haben die Pflicht uns endlich stark zu machen für unsere Welt.

Unsere Welt in der es unsere Nachkommen auch noch schön haben sollten. Derzeit sieht es allerdings nicht danach aus und das ist keine plumpe Panikmache, sondern einfach ein Fakt!

Lasst uns also endlich damit anfangen die Welt zu retten!

Doch so wunderbar flockig, wie es klingt, wird es nicht werden. Es wird wehtun!

Aktiv gegen den Klimawandel – was wir wirklich tun müssen! 

Ressourcen schonen

Ressourcen schonen ist der mitunter wichtigste Punkt der ganzen Sache. Egal ob es um Wasser, um Energie, um „alltägliche“ Sachen wie Lebensmittel und Kleidung geht – wir müssen anfangen wertvoller mit all diesen Dingen umzugehen!

Meine größte Sünde war immer das Wasser. Täglich baden? Null Problem, war ich immer dabei. Doch heute dusche ich nicht einmal mehr jeden Tag. Mir reicht abends auch schlicht mal der Waschlappen. Ob mir das wehtut und ich mich eingeschränkt fühle? Auf der emotionalen Ebene ab und an, aber auf allen anderen Ebenen ist mir klar, dass ich dadurch weder schlecht rieche, noch eine harte Einschränkung erfahre oder es mir sonst an etwas fehlt.  Das heißt nicht, dass ich derzeit gar nicht mehr bade. Aber mein Konsum des Wassers hat sich um min. 80 % reduziert.

Energie sparen ist mitunter das Thema, welches man am einfachsten umsetzen kann. Dicker Pulli statt Heizung auf 5, Stecker raus, Licht aus und alle Haushaltsgeräte wirklich effizient und sparend nutzen. 

Es ist irre, wie viel CO2 man durch effiziente Energienutzung sparen kann. Damit ihr einen kleinen Eindruck gewinnt – die Waschmaschine wirklich vollmachen, kann bis zu 43 kg CO2 im Jahr sparen. Den Stand by Modus im Haushalt vermeiden – spart bis zu 100 kg CO2 jährlich.

Rechnet euch das selbst aus, was das für die Welt bedeuten würde, wenn wir alle solche Tipps verinnerlichen würden!

Irre Zahlen, oder? 

Ressourcen schonen können wir aber nicht nur mit Wasser oder Energie. Unser Alltag besteht aus so viel unnötigen und überflüssigen Konsum, dass mir manchmal schwindlig und schlecht wird und JA! auch ich tappe hier und da mal in Konsumfallen oder kaufe unnötig ein. Das ist menschlich! Aber wir müssen uns diesem System bewusst werden. Dem System, welches vor allem daraus besteht, dass ein Großteil aller produzierten Konsumgüter (ob Lebensmittel, Kleidung, Deko etc.) im Vorweg dafür hergestellt wurde, weggeworfen zu werden! Warum das so ist? Eine Großproduktion ist oftmals kostengünstiger, als die Produktion von kleinen Mengen und da wir alle ja gern so günstig kaufen und die Folge davon: Verschwendung an jeder Ecke.

Produziert für den Müll.

Was das für uns heißt? Unterstützt ehrliche und faire Unternehmen, egal ob faire Kleidung oder regionale Lebensmittel vom (Bio-)Bauern eures Vertrauens, mit der Unterstützung von greifbaren und echten Menschen, macht ihr nie etwas verkehrt!

Hinterfragt euch immer, ob ihr das Kleidungsstück, das Lebensmittel etc. wirklich braucht und verbraucht. Hat es wirklich einen Nutzen für euer Leben oder ist es auch bei euch eher produziert für den Müll?!

Mobilität einschränken, vor allem in Bezug auf das Fliegen und die Reise mit dem Kreuzfahrtschiff

Ja verdammt, die Mobilität einschränken tut weh! Mächtig weh! Denn wir fühlen uns ihr nur zu schnell beraubt und uns einem Stück Freiheit entrissen.

Versteh ich. Geht und ging mir auch so.

Noch im letzten Jahr habe ich jede Flugreise mit „Aber es ist doch beruflich und notwendig!“ gerechtfertigt. Vor euch, vor mir selbst und vor allem vor meinem sehr schlechten Gewissen.

Als ich im Dezember im Flieger saß, nahm ich Abschied davon.

Nahm Abschied davon Aufträge anzunehmen, für die ich fliegen müsste. Ich nahm Abschied davon, dass es immer mal „eben schnell“ funktionierte und ich nahm Abschied davon, diesen Lifestyle rund ums Fliegen toll zu finden. Ich beendete es einfach.

Das heißt nicht, dass ich NIE wieder in meinem Leben fliegen werde, aber derzeit habe ich weder einen Flug geplant noch den Drang einen zu buchen. Ich schaue beim Planen einer Reise immer nach den Alternativen und die Alternative ist nicht nur immer die Bahn, sondern ab und an auch mal das eigenen oder geliehene Auto. (Warum das Sinn machen kann ein Auto zu nutzen, habe ich *hier* aufgeschrieben.)

Und auch wenn viele sagen: „Ja, aber da haben wir lange drauf gespart und so lange geplant etc. pp.“ Eine Kreuzfahrt ist – neben dem Fliegen – die größte CO2 Dreckschleuder (und by the way auch Müllschleuder), die ihr euch vorstellen könnt. Und ja, ich spreche da auch für all die Hochseedampfer, die täglich durch die Weltmeer schippern um uns all die Dinge zu bringen, die wir auf unseren Tellern sehen möchten, oder all die billige Mode – die wir doch so gern kaufen. Wir wären dann wieder beim Thema „Ressourcen schonen und bewusster werden.“

Traumschiff adé, es ist in der heutigen Zeit einfach nicht mehr zu rechtfertigen und das müssen wir endlich verstehen!

Den Fleischkonsum minimieren, oder besser noch: komplett einstellen

Nicht nur den Lebewesen zuliebe würde ich jedem von euch zu einer fleischfreien und pflanzenbasierten Ernährung raten, auch der Umwelt zu liebe müssen wir von dem „Fleisch ist doch sooo geil!“ Zweig abspringen.

Aus ethischer Sicht ist es – in meiner Welt – nicht vertretbar, dass Lebewesen für unseren luxuriösen Lebensstil getötet werden und aus Sicht der Umwelt steht Fleisch – in seiner Schädlichkeit fürs Klima – sogar noch etwas über dem Fliegen und den Kreuzfahrten. Die Produktion von Fleisch und den Dingen, die daraus gemacht werden, begünstigt – jährlich und weltweit gesehen – ca. 26 Millionen (!!!) Tonnen CO2 Ausstoß.

Bitte lasst diese Zahl auf euch wirken! Lasst sie auf euch wirken, bevor ihr das nächste Mal in euer Salamibrötchen beißt, euer Steak auf den Grill schmeißt oder das Hackfleisch in die Pfanne werft. Und bitte, die Meldungen „Fleischverzicht bewirke nichts, es müsse an der Energieeffizienz der Herstellung gearbeitet werden.“ ist reine Lobbyarbeit. Natürlich kann die Fleischproduktion energieeffizienter daher kommen, das ändert aber nichts an den grundsätzlichen Problemen und vor allem nichts an dem ethischen Dilemma und wem die Energieeffizient vor allem in die Taschen spielt, ist der Wirtschaft. Es geht nur ums Geld. Immer!

Müll vermeiden – dort wo es geht! 

Ich möchte euch nicht einmal dazu bringen, dass ihr komplett müllfrei lebt, denn wenn ich ehrlich bin – das schaffe ich auch nicht. Worum ich euch aber bitten muss und worüber ihr nachdenken müsst, ist die Tatsache, dass es wichtig ist, dass ihr euren Müll einschränkt. Vor allem den Plastikmüll.

Das hat nicht nur mit dem Thema Ressourcen zu tun, sondern auch mit dem Fakt, dass Plastik viel weniger recycelt wird, als man immer annimmt.

In harten Zahlen aufgelistet sind es gerade mal ca. 17 %. Der Rest wird verbrannt, oder landet – dank unserer „mal eben weg damit Mentalität“ in unserer Natur, den Meeren, den Tieren…

Höchste Zeit um sich zu reflektieren und Müll zu sparen! So schwer ist das gar nicht! Anfangen kann man damit, dass man immer wieder auf Mehrweg setzt. Jutebeutel statt Plastiktasche (die dann doch so oft sofort im Müll landet), Gemüsesäckchen statt der kleinen Plastiktüten und so oft es geht unverpackt einkaufen, spart schon eine Menge Müll. Ach und das Wichtigste: Bewusst einkaufen gehen!

Das spart nämlich auch Lebensmittelabfall, was auch schon wieder so ein Thema für sich ist (siehe Punkt: Ressourcen).

Wir sind einfach zu verschwenderisch mit unseren Ressourcen und das ist nicht nur für die Umwelt ein Dilemma, sondern auch für unsere Ethik.

Werdet politisch! 

Erhöht selbst den Druck auf die Politik! Schließt euch einer Partei an, geht auf Demos, unterschreibt Petitionen…! Werdet aktiv!

Unser Egoismus 

Dies ist für viele von uns ggf. der härteste Fakt. Doch es ist schlicht so: Unseren Egoismus müssen wir einstellen. Uns steht nicht (!) alles rund um die Uhr und uneingeschränkt zu Verfügung. Basta. Dieser Gedanke war schon immer total absurd und doch hat sich die Menschheit dahin entwickelt, zu denken, dass dem so wäre. Damit muss endlich Schluss sein!

***************************************************************************************************************************************

Ihr Lieben, das ist längst nicht alles, was wir aktiv gegen den Klimawandel tun können. Doch es ist ein Anfang und wie ich schon sagte – die Zeit des „wir könnten ja mal“ ist vorbei. Wir müssen handeln. Jetzt!

Denn die Hütte brennt, der Vorgarten brennt, wir brennen!

You Might Also Like

3 Comments

  1. Reply Anni Clever 22. Juli 2019 at 17:59

    Mal wieder ein ganz wundervoller Beitrag von dir, der neue Aspekte liefert und zum Nachdenken anregt. Und auch wenn noch so viel zu tun ist, muss ich sagen merke ich beim Lesen deines Textes, das es vielleicht gar nicht so wenig ist was ich bzw wir schon alles machen. Sondern ich merke: „hey, macht dich nicht so schlecht du hast schon ganz viel umgesetzt, achtest auf einiges schon solange dass es dir gar nicht mehr schwer fällt bzw gar nicht mehr auffällt.“ Und den Rest muss ich eben jetzt in Angriff nehmen, über meinen Schatten springen und iwann wird auch das ganz normal sein und mir nicht mehr schwer fallen. Ganz klar größtes Manko bei uns ist leider der Konsum tierischer Produkte. Klar achten wir auf die Herkunft aber es ist einfach noch viel zu oft, da stecke ich iwie fest. Oft fehlen mir im Alltag einfach die Ideen und ehrlich auch einfach die Muße aus dem Teott auszubrechen, aber ich muss, wir müssen es jetzt endlich, denn ich möchte Kinder, aber ich möchte keine Kinder in eine Welt setzen mit einer so schlechten Prognose.

    Was ich schade finde, ist, dass man sich selbst heutzutage immer wieder rechtfertigen muss, warum man eben nicht in den Urlaub fliegt, warum man keinen Plastikbecher nimmt, warum man sein eigenes Geschirr und ähnliches mitbringt, keine Tüte möchte und keinen Spargel im Herbst essen möchte. Nicht alles perfekt machen muss es nicht aber Verständnis haben und darüber nachzudenken und das ein oder andere zu ändern würde mich freuen. Aber iso oft stoße ich auf Unverständnis und werde belächelt, das macht mich fertig.
    Danke danke danke dass du einen immer wieder dazu anhältst weiter zumachen

    • Reply Franzi 24. Juli 2019 at 10:40

      Ach Anni! DANKE für deine Worte!

  2. Reply Anja 24. Juli 2019 at 07:11

    Hallo Franzi,

    danke für diesen tollen Artikel <3

    Liebe Grüße

    Anja

Leave a Reply

Dieses Formular speichert Name, E-Mail und Inhalt, damit wir den Überblick über auf dieser Webseite veröffentlichte Kommentare behalten. Für detaillierte Informationen, wo, wie und warum wir deine Daten speichern, wirf bitte einen Blick in die Datenschutzerklärung.