Nachhaltigkeit Rezepte

frischer Saft selbstgemacht – wie müllfrei ist das?

12. Februar 2018

*Dieser Beitrag enthält Werbung für Keimling.

Ihr Lieben,

ich liebe, liebe, liebe frischen Saft. Was ich jedoch, in den letzten Jahren, nicht liebte, war meine alte Saftpresse. Zu laut, zu viele Teile, zu schlecht zu reinigen. Mit dem Personal Slow Juicer* von Keimling liebäugelte ich schon länger – aus der Ferne.

Von diversen Messen und Empfehlungen wusste ich – der ist leise, der ist leicht zu reinigen und der macht fantastischen Saft. Und nun wohnt er bei mir und macht mich jeden Morgen unendlich glücklich.

Im Gegensatz zu früher brauch ich nun gerade mal 10 Min. um wundervollen, frischen Saft auf dem Tisch stehen zu haben. Inklusive Reinigung. 

Eine Frage ist jedoch offen:

„Wie „müllfrei“ ist so eine Saftpresse überhaupt?“

Auf den ersten Blick sieht man ja doch: Es bleibt einiges übrig. Der sogenannte Trester.  

Jedoch ist dies natürlich organischer Müll, der kommt im Zweifel in die Biotonne oder aufs Gemüsebeet. Doch kann man noch mehr mit den Trestern anfangen, noch mehr aus ihm machen?

Kann man. Richtig gut sogar! 

Tipps und Tricks für eine fast müllfreie Saftherstellung! 

Tipp 1. 

Plant die Reihenfolge der Lebensmittel, die in euren Saft kommen. Wollt ihr euch z.B. einen Saft aus Möhren, Orangen und Äpfeln machen, dann entsaftet entweder zuerst die Orangen (und gebt diese Reste dann in den Biomüll) oder erst die Möhren und die Äpfel. Diese Möhren-Apfel Trester sind dann der perfekte Rohkostsnack zwischendurch. Funktioniert natürlich auch wunderbar mit roter Beete, Zucchini…

Tipp 2.

Wenn ihr Saft aus Obst und Gemüse plant, dann entsaftet zuerst das Gemüse und macht aus den Trestern leckere Gemüseburger! Ein Rezepte für Rote Beete Burger (die man auch wunderbar mit Möhren, Süßkartoffeln, Zuchini oder einfach gemischt) machen kann, findet ihr in meinem Buch „Biokiste vegan“*.

Tipp 3.

Bei allen Obstsorten (bis auf Zitrusfrüchte) eignen sich die Trester enorm gut für ein frisches und fruchtiges Topping für Joghurt aller Art. Mit etwas Zitronensaft vermengt, könnt ihr den Trester auch min. 1-2 Tage im Kühlschrank lagern. 

Tipp 4.

Die Trester eigenen sich sogar zum „backen“ – auf der Seite von Keimling findet ihr eine schöne Anleitung für rohköstliche Tresterverwertung

Tipp 5. 

Ihr vermeidet schon allein damit Müll, dass ihr – mit einer Saftpresse – auch wunderbar Obst und Gemüse verwerten könnt, was ggf. nicht mehr ganz knackfrisch ist. Ist die Birne mal etwas zu weich geworden, stört das im Saft weniger, also wenn man in die Frucht selbst rein beißt. :-) 

Ihr seht, es ist gar nicht so unmöglich die Saftherstellung fast müllfrei anzugehen. Sollte doch einmal etwas nicht verwendet werden, macht euch nicht zu viele Gedanken. Habt ihr einen Garten oder ein Beet? Werft die Reste einfach dazu, ein besseres natürliches Düngemittel könnt ihr gar nicht bekommen. :-) 

Nun will ich euch aber gar nicht länger auf die Folter spannen und präsentiere euch meine vier liebsten Saftrezepte! Die gibt es bei mir mittlerweile fast täglich, im Wechsel natürlich! Lasst es euch schmecken! 

(Die Rezepte gelten für je 1 Glas ca. 250 ml) 

Meine liebsten Saftkreationen

Sommerwiese
2 Kiwi
1 Zucchini
1 fingerdickes Stück Ingwer

Die Kiwi schälen und – für eure Saftpresse angepasst – klein schneiden. Die Zucchini waschen und mit Schale zerkleinern. Den Ingwer ggf. schälen, wenn die Trester weiterverwendet werden sollen.

Kick-Starter
2 Möhren
1 kleine Stück Kurkuma
1 kleines Stück Ingwer
2 Äpfel

Die Möhren gründlich waschen und – für eure Saftpresse angepasst – grob zerkleinern. Wollt ihr die Trester verwenden, dann auch den Strunkansatz entfernen.
Kurkuma & Ingwer schälen. 
 Die Äpfel gründlich waschen und – wenn die Trester weiter verwendet werden sollen – das Kerngehäuse entfernen. 

Spätsommertraum
1 Birne
2 Blutorangen
1 kleines Stück Kurkuma
50 g Hokkaido 

Die Birne und den Kürbis gründlich waschen. Wenn der Trester verwendet werden soll, das Kernghäuse der Birne entfernen. Birne und Kürbis – für eure Saftpresse angepasst – grob zerkleinern. 
Die Grapefruit schälen und zerkleinern. 
Kurkuma schälen. 

Rotes Wunder
1 rote Beete
50 g Kürbis
1 fingerdickes Stück Ingwer
1 Apfel 

Die rote Beete schälen und – für eure Saftpresse angepasst – grob zerkleinern. Den Kürbis und den Apfel gründlich waschen und klein schneiden, beim Apfel ggf. das Kerngehäuse entfernen. Den Ingwer schälen (falls die Trester verwendet werden sollen)

Ihr Lieben, ich wünsche euch viel Freude beim Herstellen des Saftes. Lasst mich gern wissen, welche Zusammenstellung ihr besonders gern mögt! Ich bin gespannt auf eure Ideen und Kreationen! 

Übrigens, mit dem Personal Slow Juicer* könnt ihr noch eine Menge mehr anstellen, als lediglich zu entsaften. Ihr könnt damit auch homogenisieren und u.a. sogar Getreide und Kaffeebohnen mahlen, selbst die Nudelherstellung ist möglich. Hab ich schon erwähnt, wie sehr ich ihn liebe??? 

 

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4 Comments

  1. Reply Annette Neu 13. Februar 2018 at 00:38

    Hallo Franzi,
    Das kann ich total nachvollziehen, eine gute Saftpresse geht über alles! Ich trockne z.b. den Gemüsetrester für Gemüsebrühe. Somit habe ich immer ein natürliches Brühenpulver zur Hand. Die anderen Trestertipps finde ich eine gute Idee, die werde ich auch ausprobieren.
    Danke und viele Grüße Annette

    • Reply Annette 6. März 2018 at 11:15

      Ich möchte dazu noch folgendes sagen, wichtig war mir, das mein Entsafter eine XXL Öffnung hat, die so groß ist, das selbst kleine Äpfel im Ganzen rein passen, Karotten werden max. 1 mal durchgeschnitten, das erspart mir Zeit. Denn wenn ich Saft mache, soll es schnell gehen und ich will nicht noch lange Zeit mit dem kleinschneiden verbringen.

      • Reply Franzi 6. März 2018 at 11:16

        Dann ist der Slow Juicer nichts für dich, hier muss man ein wenig kleiner schneiden :-)

  2. Reply Die Küche brennt 14. Februar 2018 at 07:42

    Ich denke auch dass eine gute Saftpresse hier das A und O ist. Wir haben keine, was auch etwas daher rührt das ich eine Südfruchtallergie habe und bei so vielen Obstsorten quasi „raus“ bin. Deine Rezepte hören sich aber sehr lecker an und „Biomüll“ ist wie du schon beschrieben hast, ja an vielen Stellen weiter zu verwerten.

1 Trackback/Pingback

  1. Reply Lieblingsschmazzo Februar 2018 - schmackofazzo.de 22. Februar 2018 at 18:41

    […] Säfte gern selbst machst, aber noch nicht weißt, was du mit dem Trester machst, kannst du mal bei Franzi Schädel vorbei schauen. Sie hat tolle Ideen […]

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