Nachhaltigkeit Öko-Garten

Magic Garden Seeds | Philosophie & Hintergründe

5. Juni 2020

*Werbung | enthält bezahlte, aber dennoch aus voller Überzeugung  ehrliche Werbung für Magic Garden Seeds

Vor einiger Zeit stellte ich euch, mit dem Thema „Warum samenfestes Saatgut wichtig ist“, schon ein wenig das Unternehmen „Magic Garden Seeds“ vor. 

Heute geh ich ein wenig tiefer und lasse auch das Unternehme, in einem kleinen Interview, selbst zu Wort kommen. Viel Freude beim Lesen.

Magic Garden Seeds – wie alles begann

1997, Harald Schreiner & Andreas Fai-Poszar (damals noch Studenten) gründen in Kassel, nach einer WG-Party ihr erstes gemeinsames Unternehmen. Ein kleines Büro, ein Samenregal und nebenbei weiterhin das Studium der Beiden. Geld verdienten sie damals kaum, aber aus der Leidenschaft für Saatgut heraus, bauten die Beiden das Sortiment und die Produktpalette weiter aus. 

Nach vielen Jahren, verschiedenen Unternehmen, getrennten Unternehmungen und dem Sammeln vieler Erfahrungen, gossen sie all dies in eine gemeinsame GmbH. Die Magic Garden Seeds GmbH entstand und das Saatgut Sortiment wurde immer größer. 

Fast nicht mehr überschaubar, war schon damals die Auswahl an bunte und vielfältigen Chili- und Tomatensorten, dazu immer mehr Blumen und schlussendlich auch die Bio-Zertifizierung des Unternehmens. 

Das Unternehmen wuchs weiter, die erste Mitarbeiterin (Gunilla Lehmann) wurde angestellt. Es wurden Überlegungen getroffen, wie man das saisonunabhängige Saatgutgeschäft übers Jahr hinweg stabilisieren kann und schlussendlich wurde das u.a. mit der Entwicklung von ganz speziellen Produkten (wie z.B Geschenksets, thematische Saatgutsets und auch dem jährlichen Adventskalender) geschafft.

Und heute ist die Magic Garden Seeds GmbH nicht mehr wegzudenken auf dem nachhaltigen und ökologischen Saatgutmarkt! 

Wofür Magic Garden Seeds steht

Einzigartig – In über 20 Jahren hat das Unternehmen ein Sortiment von über 1000 Sorten aufgebaut. Es gibt Saatgut von fast vergessenen Kultur- und Nutzpflanzen, alte Gemüsesorten, Kräuter und Heilpflanzen aus der ganzen Welt, Wildpflanzen, Exoten und ethnobotanisch interessante Gewächse, zusätzlich bieten alle Produkte ein einzigartiges Design. 

Fair – Auf eine langfristige Zusammenarbeit mit den Partner*innen wird viel Wert gelegt, langjährige Kontakte gepflegt und Sicherheit, durch die jährliche Abnahme des Saatguts, gegeben. So trägt das Unternehmen auch zur Erhaltung von seltenen und alten Kultur- und Nutzpflanzen bei.

Transparent – Magic Garden Seeds ist biozertifiziert – die Herkunft und komplette Lieferkette der Samen sind transparent und nachvollziehbar. 

Nachhaltig – Es wird ausschließlich samenfestes Saatgut, kein gentechnisch verändertes Saatgut und keine Hybridsamen angeboten. Die Verpackungen sind umweltfreundlich, können wiederverwendet werden.  Alle Arbeiten wie Design, Herstellung der Verpackung und das Abfüllen der Samen findet in Deutschland statt. 

Magic Garden Seeds

Das wunderbare Team hinter Magic Garden Seeds: Gunilla Lehmann, Andreas Fai-Pozsar, Bianca Meier, Harald Schreiner | Fotonachweis: Magic Garden Seeds

 

Nachgefragt bei Magic Garden Seeds

Was ist euer ganz persönliches Anliegen in Bezug auf das Saatgut, was treibt euch an?

Getreu unseres Claims „Saatgut mit Geschichte“ möchten wir vor allem Pflanzen mit interessanter Kulturgeschichte in die Gärten bringen. Wir sind immer auf der Suche nach Besonderheiten und möchten ein möglichst umfassendes Sortiment anbieten.

Ganz wichtig für unser Sortiment sind uns z.B. die Wildformen der Kulturpflanzen. Wir verkaufen viele Tomatensorten – da ist es uns dann auch wichtig, die Wildtomate im Sortiment zu haben um so eine Verbindung zur Kulturgeschichte dieser Pflanze herzustellen. Das ist eigentlich ein Schlüsselbegriff von Magic Garden Seeds: Die Verbindung zwischen Menschen und Pflanzen.

Ein tolles Beispiel für diese uralte Verbindung ist der Flaschenkürbis. Er wurde zwar nicht als Gemüse genutzt sondern als Gefäß oder Rassel. Archäologische Funde legen nah, dass es sich um eines der ältesten Musikinstrumente überhaupt handelt. Diese Rasseln wurden bestimmt auch von Steinzeitlichen Schamanen verwendet um den Trance-Zustand einzuleiten. Der Klang einer solchen Rassel hat eine ganz besondere Wirkung auf uns Menschen. Es gibt da auch ganz interessante neurologische Untersuchungen dazu. Bekanntlich lieben ja auch kleine Babys rasseln und fühlen sich ganz intuitiv davon angesprochen. Für uns ist das ein Zeichen einer uralten Verbindung.

Wie sieht die Zukunft des Saatguts für euch aus?

Wir würden uns wünschen, dass das Saatgut wieder in den eigenen Gärten vermehrt wird. Also, dass mehr Menschen ihr eigenes Saatgut vermehren.

So könnte wieder neue Vielfalt entstehen. Die Entstehung der Gemüsesorten ist ja ein ständiger Prozess der nie zu Ende geht. Gemüsesorten sind aus sogenannten Landsorten entstanden. Sie sind durch Selektion von Bäuerinnen und Bauern optimal an eine bestimmte Gegend angepasst gewesen. In früheren Zeiten waren die Sorten nicht statisch sondern haben sich immer weiterentwickelt.

Was wolltet ihr ambitionierten Gärtner*innen schon immer mal sagen?

Es ist toll besondere Kulturpflanzen anzubauen, aber schau auch was von alleine wächst und überlasse einen Teil deines Gartens der Wildnis. Vielleicht hat das eine oder andere Wildkraut eine wichtige Botschaft für Dich.

Euer liebstes Saatgut, wenn ihr aus allen  Sorten wählen müsstet?

Bei so vielen interessanten Pflanzen fällt diese Antwort schwer. Vielleicht die Kartoffel.

Obwohl Kartoffeln meistens durch Setzkartoffeln vegetativ vermehrt werden, ist nämlich auch die Vermehrung über Samen möglich. In alten Lehrbüchern über Gartenbau gibt es dazu genaue Anleitungen. Offenbar war dieses Vorgehen früher üblich und hat die Bestände gesund und Virus-frei gehalten.

Einige der alten Sorten scheinen sich über Samen auch recht sortenrein zu vermehren. Allerdings lässt die Blühfreudigkeit rasch nach sobald die Sorten über mehrere Generationen nur vegetativ über Knollen vermehrt werden.

Aus Samen gezogene Kartoffelpflanzen unterscheiden sich aber oft stark von ihren Eltern und spalten sich in ihren Eigenschaften auf. Das kann ganz interessant sein, weil so neue Sorten entstehen können.

Die Aussaat der Kartoffel funktioniert genau wie bei Tomaten. Im ersten Jahr bilden sich dann kleine Knollen die ausgegraben und frostfrei überwintert werden.

Im nächsten Jahr werden die Knöllchen wie Setzkartoffeln gepflanzt und es bilden sich große Kartoffeln.

Aus den tomatenähnlichen (giftigen) Früchten können wieder Samen gewonnen werden

 

Habt ihr noch Fragen an das Unternehmen? Gibt es Dinge, die ihr unbedingt wissen möchtet? Schreibt eure Fragen und Gedanken gern als Kommentar unter diesen Beitrag! Und wenn euch der Beitrag gefallen hat, dann teilt ihn doch gern mit euren liebsten Menschen! Ich danke euch von Herzen! 

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