Mein Leben ohne die Pille

Mein Leben ohne die Pille – Huch, da ist sie wieder.

29. Mai 2018

Ihr Lieben,

es ist nun schon etwas über ein Jahr her. 

Ein Jahr ohne die Pille, ein Jahr in dem ich euch immer wieder berichtete, wie es mir erging. Positiv wie negativ. 

Zuletzt erst wieder darüber, dass es mir ohne sie halt auch nicht immer so sonderlich gut ging.

Aus diesem Grund fing ich, vor knapp drei Wochen, zum Start meiner Periode wieder mit ihr an. 

Nicht unüberlegt und auch nicht ohne die Tatsache, dass ich vorab mit meiner Ärztin lange darüber sprach. Wir machten ein großes Blutbild und maßen den Hormonspiegel, denn sie ging – auf Grund meiner Symptome – davon aus, dass da etwas unrund sein könnte.

Schlussendlich war hier aber alles gut, extrem gut sogar. 

Ich fing also, aus ganz egoistischen Gründen (Schmerzen, Haut, Haare…) wieder mit der Pille an. 

Am ersten Tag war es merkwürdig. Wirklich merkwürdig. Etwas, was ich früher jeden Abend – ohne viel Gedanken – tat: die Pille nehmen, in den Mund stecken, herunter schlucken – war so merkwürdig. 

Auch am zweiten Tag war es ebenso merkwürdig, wie am ersten Tag. Und am dritten und auch am vierten Tag änderte sich das nicht. Es änderte sich in 15 Tagen nicht. 

Zusätzlich fühlte mich nach Woche eins schon irgendwie „unrund“ in mir selbst. 

Ich dachte daran zurück, dass ich mich – von den Schmerzen und anderen Wehwehchen – so ganz grundsätzlich in mir selbst doch sehr wohl gefühlte habe, so ohne Pille.

Das einzige Hochgefühl brachte mir die Tatsache, dass meine Haut fast schlagartig besser wurde. 

Gleichzeitig begannen die Wassereinlagerungen, der Heißhunger kam zurück und meine Brüste schmerzten jeden Abend so extrem, dass ich nachts mit Kühlakkus im Bett lag, weil das das Einzige war, was dem Ganzen ein wenig Linderung brachte. 

Und ich fühlte mich unwohl…weiterhin und irgendwie wurde es von Tag zu Tag immer schlimmer. 

Gefühlsmäßig war ich ein wenig lethargisch, kein großes Tief, kein großes Hoch. Es lief, aber ich war nicht ich selbst. 

Schon am Ende der zweiten Woche, schluckte ich die Pille abends nur noch sehr verhalten und dachte jedes Mal: „Das ist es jetzt? Diese Nebenwirkung darf ich jetzt aushalten?“ 

Gestern schaute ich die Pille an, legte sie weg und beschloss einfach: „Nö. Ich möchte es nicht. Es passt nicht mehr in meine Welt, nicht in meinen Körper und das ist völlig ok so.“

Tja, dies ist die Geschichte, wie ich die Pille wieder nahm um sie dann doch wieder abzusetzen. 

Und ja, ich habe nach gerade mal zwei Wochen Veränderungen bemerkt. Das ist bei jeder Frau anders, viele merken erst nach zwei Zyklen etwas oder halt eben auch nie. 

Mein Leben ohne die Pille

Vergesst nicht, dies hier ist MEINE Geschichte und es sind meine Gedanken und Erfahrungen. Wenn ihr selbst wieder überlegt mit der Pille anzufangen, sie euch ggf. auch tatsächlich gut tut oder ihr einfach sicherer verhüten wollt, dann bitte denkt daran, dass das völlig ok ist!

Entgegen der Meinung einiger Menschen, die mich und auch Andere schon als Hormonsklavin beschimpften, sehe ich es so: Euer Köper, euer Leben, eure Entscheidung! 

Macht bitte IMMER, was EUCH gut tut! 

 

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8 Comments

  1. Reply Viktoria könig 29. Mai 2018 at 14:12

    Liebe Franzi,
    Ach Mensch….ich kann das so verstehen und ich glaub Millionen Frauen können das!
    Es gibt so tolle pflanzliche Mittel um den Zyklus und die Hormone zu regulieren und das hat wiederum Einfluss auf die Haut/Stimmung Gewicht etc!
    Wenn in der Pubertät doch nicht sofort ohne wenn und aber die Pille verschrieben werden würde! Dann nimmt man (wie in meinem Fall 12 Jahre die Pille und danach ist der Körper ein Chaos)!
    Man könnte so vielen Frauen helfen,wenn man zu pflanzlichen Mitteln greifen würde und den Köper hilft sich selbst zu regulieren und selbstgeilungskräfte anzuregen. Wenn das bei mir mit 16 stattgefunden hätte,wäre mir wohl so einiges erspart geblieben! Bald bin ich fertige Heilpraktikerin und freue mich diese Dinge den Frauen mitzugeben:)!
    Liebste Grüße,lass dich nicht unterkriegen!
    Deine viktoria

  2. Reply Franzi 29. Mai 2018 at 15:33

    Hallo Franzi!
    Ich hab deine Reihe zum Thema etwas verfolgt und hätte tatsächlich nicht gedacht dass du dich doch wieder gegen die entscheidest. Wirst du jetzt wieder Daysy verwenden?

    Ich hab etwa gleichzeitig mit dir die Pille abgesetzt und bin direkt super zurecht gekommen. Meine Periode war zwar recht unregelmäßig, das hat sich nur wenig verbessert, aber das war es mir wert. Ansonsten konnte ich keine Veränderungen feststellen, allerdings hatte ich auch mit der Pille keinerlei Probleme.

    Nun bin ich geplant schwanger und überlege wie ich nach der Geburt verhüten werde. Ich spiele ein bisschen mit dem Gedanken der Kupferkette, bin mir jedoch noch völlig unsicher.

    Liebe Grüße und alles Gute für dich!

    Franzi

    • Reply Franzi 7. Juni 2018 at 12:04

      Liebe Franzi, die Daysy nehme ich schon seit Januar nicht mehr. Sie ist wundervoll und ein tolles Gerät, aber da ich immer mal wieder unter Schlafstörungen leide, passt sie einfach so nicht in meinen Alltag. :(

  3. Reply liebefelderin 29. Mai 2018 at 21:03

    Hallo Franzi,

    ich kenne diese innere Zurückhaltung ja fast schon Ablehnung nur zu gut. Selber habe ich die Pille nur während meines Referendariats genommen, weil ich in der Zeit auf keinen Fall schwanger werden wollte. Am Tag meines Staatsexamens habe ich sie abgesetzt und nie wieder genommen (ist jetzt 20 Jahre her).
    Nun kommt meine Tochter um die Ecke und will sie einnehmen. Viele Gespräche haben wir geführt und die pros und contras abgewägt – alles immer sehr emotional (als Mutter) und nun kommst du ins Spiel. Ich habe ihr deine Artikel geschickt und sie findet deine Sicht sehr interessant. Mal schauen, wie es hier weitergeht.

    Dir auf jeden Fall herzlichen Dank für die Betrachtung und offenen Worte.

    Liebste Grüße,
    Daniela

  4. Reply Felicitas 29. Mai 2018 at 22:53

    Liebe Franzi,
    ich hab deine Beiträge hier ein wenig verfolgt, weil ich selber im Dezember nach 13 Jahren meine Pille abgesetzt habe und sehr gespannt war, wie du so damit klar kommst.

    Ich hab damals meine Pille wegen starker Periodenschmerzen bekommen, die waren leider nach dem Absetzen sofort wieder da. Mittlerweile finde ich aber gute Wege damit umzugehen.
    Meine Haut und Haare sehen leider auch ganz unglaublich fürchterlich aus, richtig schlimm pubertär, sodass ich auch schon überlegt habe, wieder anzufangen.
    Allerdings ist meine Laune und meine Selbstwahrnehmung so viel besser geworden seit dem Absetzen, dass ich liebe mit den unschönen Nebenwirkungen lebe.
    Ich kann dich also sehr verstehen und bin gespannt, ob du vielleicht doch noch ein Wundermittel findest. :)

    Liebe Grüße,
    Feli

  5. Reply Maritta 30. Mai 2018 at 07:41

    Hallo Franzi,

    nach langer Überlegung habe ich nach deinen Berichten endlich beschlossen nach 20 Jahren die Pille abzusetzen. Das war vor 4 Wochen und ich gehöre wohl zu den glücklichen Frauen, welche bisher überwiegend positive Veränderungen spüren und ich mich wahnsinnig wohl mit dieser Entscheidung fühle.
    Schade, dass das bei dir nicht so ist.
    Wünsche dir alles gute und dass sich mit der Zeit vielleicht doch noch einiges besser einspielt.
    Und danke auch für den Tipp mit den Ölen von You&Oil. Die sind klasse, kann ich nur empfehlen.
    Auch das Öl gg. Kopfschmerzen und bei Insektenstichen helfen super.

    Liebe Grüße

    Maritta

    • Reply Franzi 7. Juni 2018 at 12:03

      Liebe Maritta, ich wünsche dir alles Liebe für die Zeit ohne Pille! Berichte doch gern mal, wie es dir so ergeht! :-)

  6. Reply Laura 12. Juni 2018 at 00:25

    Hallo miteinander,

    Ich wollte gerne etwas teilen zum Thema Schmerzen vor und während der Regelblutung. Die Stärke der Schmerzen ist bei mir variabel – ob mit oder ohne Pille (bin sehr für das frei von der Pille sein). Bis auf zwei Mal bin ich ohne Schmerzmittel ausgekommen.

    Eines Tages war ich beim Osteopathen – nicht wegen Regelschmerzen. :) Trotzdem sprach er das Thema an – meine Gebärmutter sei „verdreht“ oder so ähnlich. Fragender Blick meinerseits. Die Periode ein, zwei Wochen vor dem Osteopathie-Termin war tatsächlich so heftig gewesen, dass ich in der Hoffnung, die Schmerzen erträglicher zu machen, eine Tablette geschluckt hatte. Der Osteopath schob dann Energien hin und her – ich bin da immer etwas skeptisch, wenn er so etwas macht, aber wenn es hilft? – und die nächste Periode war die erste in meinem Leben, die absolut schmerzfrei ablief. Leider hielt die hundertprozentige Schmerzfreiheit nur dieses eine Mal an. Allerdings habe ich auch das Gefühl, dass die Schmerzen weniger sind, seit ich die Monatstasse benutze.

    Anyhow, falls jemand unter starken Regelschmerzen leidet, könnte es sich lohnen, sich mit dem Gedanken zu beschäftigen, das Geld in den Besuch bei jemanden zu investieren, der die Gebärmutter oder die Energien wieder „ausrichten“ (?) kann.

    Lieben Gruß
    Laura

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